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Archive for the ‘Kunschtklutze’ Category

Kreativchaoswochenende

Irgendwie funktioniert das nicht, mit dem regelmäßigem Schreiben oder die Zeit rennt zu schnell dahin.

Oder es liegt an meinem obligatorischen Viertequartalblues, aber das ist eine andere Geschichte.

Wie ich ja schon vorher berichtete, war besagtes Kreativwochenende komplett und künstlerisch ausgebucht. Dachte ich !

Genügend Material war auch gefunden und eine ungefähre Figur schwebte mir vor Augen.

Ein Männeken, mit Gitarre und Locken – ein Rastafari – ein Marleybob sollte es werden.

Unsere Gruppe bestand aus vier Frauen und einem Mann . Alle höxt motiviert und lustig bei der Sache und die Hauptsache, alles blutige Anfänger. Dieser Freitagabend gehörte dem Kennenlernen, Einführung in die Sicherheitsvorkehrungen und die verschiedenen Möglichkeiten des Schweißens, der verschiedenen Schweißarten etc.

Wir durften uns am Schutzgas und an der Elektrode versuchen.

Ich erspare ausführliche Erklärungen, sondern ganz einfach nur soviel:

Schutzgas:

großer Kasten 

Elektro(den)schweißen:

kleiner Kasten  in die dicke schwarze Tülle wird dann die Elektrode – sieht aus, wie ne große Wunderkerze, reingeklemmt und los gehts.

Danke meiner äußerst ruhigen „Chirurgenhände“ liegt mir das E-schweißen noch nicht 😉

Und eine Schweißnaht einfach so, auf einem Blech zu ziehen, ist wider Erwarten gar nicht so schwer.

Wenn dann aber zwei unterschiedlich dicke Materialien aufeinander treffen und verbunden werden sollen, das ist schon ein ganz anderes Ding 😉

So verschob ich dann mal den Marleybob auf spätere Zeiten und blieb beim Männeken:

Weiter kam ich an diesem Wochenende leider nicht, aus den unterschiedlichsten Gründen u.a. –

große Frustration, dass es mit dem Schweißen nicht so klappt, als würde ich seit Jahren nix anderes machen

dass die depperten Drahtloks immer wieder abknickten

und ich immer wieder feststelle, dass ich ein Einzelkämpfer bin und es mittlerweile sehr gut nachvollziehen kann, warum manch ein Kreativer, ein großes Atelier hat.

Ich brauche Platz und anständiges Werkzeug. Dort war es eng und nur ein Schutzgasgerät.

Trotz allem gefiel es mir irgendwie und so freute ich mich auf die Samstagabendfortsetzung.

Große Verwunderung, dass sich alle mit einem – bis morgen früh dann – verabschiedeten.

Wie bis morgen früh, morgen abend!

Nö, samstag ist von 10-15.00 Uhr.

???????????????????????? im Programm stand doch jeweils von 18.30. -22.00 Uhr

Das geht aber nicht, da kann ich nicht, ich habe schmieden von 9-14.30 !!!

Dann holen wir das privat nach.

Cool.

Am nächsten Morgen stehe ich pünktlich kurz vor 9.00 vor der Schmiedehalle.

Dunkel!

Ähm, biste an der falschen Adresse, an der falschen Eingangstüre, geh mal rum.

Auch hinter dem Gebäude war nichts.

Als ich wieder vorne ankam, war da  noch ein Herr, der sich suchend umschaute.

Auch zum Schmiedekurs?

Ja, aber ich bin mir nicht sicher wo, ist alles dunkel und verlassen.

Gott sei dank hatte ich die Kontaktrufnummer dabei und ließ durchläuten.

Großes Entsetzen am Ende der Leitung, ob die v.h.s. uns nicht Bescheid gegeben hätte, der Kurs fiele aus.

Och nööööööööööööööööööööööööööö.

Das war dem Schmiedemeister mehr als unangenehm und versprach uns Wiedergutmachung.

Toll, 3/4 Stunde Anfahrt für die Katz, aber für mich war es nicht ganz so schlimm, ich konnte ja dann pünktlich zum Schweißen Teil 2 🙂

Für den anderen Schmiedeteilnehmer war es nicht ganz so toll, er hatte extra Urlaub genommen.

Und da ich nicht genug bekommen kann, hatte ich Anfang Oktober noch einen Skulpturenkurs.

Ich wollte aber keine Skulptur, sondern einen Feuerkorb machen, dickes, schweres Material, schön zu schweißen, da brennt so schnell kein Loch an der Schweißnaht durch 😉

     

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Na dann!

Such Dir aus, was Dir gefällt!

Magische Worte, ganz ohne Gegenleistung. Hach welch ein Genuß, schwelg… Schade, dass diese Worte nicht im Künstlerfachmarkt kommen 😉

Also stöberte ich genußvoll das Herbstprogramm der Volkshochschule durch und wurde tatsächlich fündig.

Das nächste Wochenende ist pickepackevoll.

Von Freitag bis Samstag werde ich einen Skulpturen-Schweißkurs besuchen und da Klutze mal wieder nicht richtig aufgepasst hat, am samstag morgen noch einen Schmiedekurs.

Ick freu mir, wie bolle 🙂 auch wenn ich ein bißchen muffensausen habe, so mit den Funken, Feuer und Hitze.

Beim schmieden ist das Material dabei, aber für den Skulpturenkurs, soll man den Schrott selbst mitbringen.

Ist doch kein Problem, habe ja genügend Händler um die Ecke.

Händler Nr. 1

Och tut mir leid, Kleines, hab den Container gerade weggebracht

Händler Nr. 2

Isch hann ka zig   ähm ja, dann halt nicht

Händler Nr. 3

Bin gerade auf’m Sprung in den Urlaub   Auswahl nicht ergiebig, aber zwei, drei Kleinigkeiten gefunden

Händler Nr. 4

Geschlossen  Ok, es war 18.00 Uhr

Also heute mittag nochmals auf zu Händler Nr.4.

Der Chef wurde mir als etwas mürrisch und unfreundlich beschrieben, ich sollte mich lieber an den Mitarbeiter, groß und Glatze halten. Der wäre sehr nett und würde gute Preise machen.

Leider fand ich den Großen nicht und wurde von einem anderen Angestellten an den Chef verwiesen, der schaute mich auch schon wie beschrieben mürrisch an und meinte ich solle hinten auf dem Haufen mal schauen.

Gesagt, getan stiefelte ich zu beschriebenen Haufen und war sehr erleichtert, dass ich mir vorausschauend meine Sicherheitsschuhe angezogen hatte. Leider hatte ich nur einen Handschuh dabei, keine Ahnung wo der zweite wieder rumfliegt.

Etwas mulmig kraxelte ich auf den verschiedenen Schrottbergen rum, Metall kann doch sehr scharf, seeehr schwer und sehr rostig sein. Spontan fiel mir ein, dass ich eventuell beim Arzt mal nachfragen sollte, wann meine letzte Tetanusimpfung war. Klar ich könnte auch im Pass nachschauen, aber der fällt ebenfalls unter die Kategorie – siehe fehlender Handschuh 😉

Auf jeden Fall wurde ich einigermaßen fündig, der Chef grinste sich einen und ich fuhr zur Kasse. Da kam mir auch schon der Große entgegen und ich rief ihm erleichtert ein – kann ich bei Ihnen Zahlemannundsöhne machen? entgegen.

Der Große nickt mit dem Kopf, geht ein paar Schritte mit mir weiter, sein Telefon klingelt, nimmt an, nickt mit dem Kopf und wünscht mir ein schönes Wochenende.

War das Ihr Chef?

Jupp!

Coole Sache, herzlichen Dank, bis bestimmt nächste Woche 🙂

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