Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Klutze vs. Klutze’ Category

Dies wollte ich mir eigentlich für den erfolgreichen Wiedereinstieg ins Leben nach der Reha aufsparen.

Einfach für die nun folgende Leichtigkeit des Seins, chachacha.

Es hat sich viel getan, es ist viel passiert.

Viele interessante, blogverdächtige Sprüche, Situationen von herzzerreissend bis sowas von saukomisch – alles für die neue Kategorie – Herzlich willkommen, im Hotel zur lockeren Schraube 😉

Aber bevor ich nur den Mund aufmachen konnte was ja bekanntlich sehr selten vorkommt 😉 brüllte mir der schnöde Alltag schon ein welcome back entgegen.

Hökscht motiviert, wer weis wie lange das noch anhält, begann ich meinen ersten Tag in Freiheit sprich zu hause, pünktlich um halb acht. Ein bißchen Rücken, ein bißchen Bauchbeinepo, der Kaffee lief, dat Hundi auch, nettes Telefonat und dann ab zum Sozialamt, den Rentenantrag abgeben. Alles mit der Ruhe.

MeinBester – Duhu, Dicke, ich hab deinen Hausschlüssel verloren, Ersatz liegt da und da.

Ich – Danke, grummel, grummel  fängt ja schon gut an

Greife mir den Schlüssel, Händiton gibt mir zu verstehen, dass es mehr als dringend an die Ladestation muß. Also dran damit, der Tag ist ja noch jung und lang.

Hinein ins Auto und oh Wunder, der große Junior hat sogar noch was im Tank gelassen.

Beim Amt angekommen, gibt mir die nette Dame zu verstehen, dass sie diesen Antrag leider nicht weiterleiten kann, da dies persönlich an der dafür vorgesehenen Abteilung passieren muß. Ok, aber ich hatte ja auch noch Fragen an sie. Wie gehts weiter, wann bekomme ich endlich mal Geld bzw. was noch viel wichtiger ist wann bin ich mal wieder krankenversichert.

Ihrerseits kamen Fragen und Bedenken, wieso die Arbeitslosengeld2abteilung nicht weiterbezahlt, denn die wäre in meinem Fall immer noch zuständig, das Sozi erst wenn Rententräger ablehnt.

Anruf  bei AlgII, nein ihr seid zuständig

Ist es nicht herrlich, mein Traum war es schon immer, sich wie ne Flipperkugel in Aktion zu fühlen, das einzige was mich stört, ich steh lieber am Flipper, als von irgendwelchen kleinen Schnäpperlis rumgeplingert zu werden.

Aber es machte sofort wieder pling, bitte sofort zum Renteträger, falls möglich heute noch, damit es auch wirklich in die Puschen kommt.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass bei diesem ganzen Schißlapleng auch rauskam, dass man mir schon am 28.11.2011 hätte mitteilen müssen, das ich vorsorglichen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente hätte stellen müssen. man ganz schön viele hättesundhattes

Aber wie gut, dass der PC meines damaligen Sachbearbeiters, immer wieder Einladungen auswarf, ich möge doch bitte am soundsondsovielten  erscheinen, damit man über meine berufliche Situation beraten könne. Als ich beim dritten Besuchstermin etwas hysterisch rumkreischte, hatte er es dann auch kapiert, dass ich mich die ganze Zeit schon in einer Arbeitstherapie befand u.a. aufgrund eines Gutachten des MKD Auftraggeber war u.a. auch das Arbeitsamt.

Ich schweife ab 😉  doch all dies führte zu meiner aktuellen Misere, aber ein Ende scheint nah.

Also nach Mittag ab zum Rentenamt, ein bißchen Zeit war auch noch übrig, zeit genug um nochmals nach hause zu fahren, den Hund zu versorgen, etwas aufzupimpen und gaaaaaaaaaaanz wichtig nochmals auf Toilette gehen. Die vier Tassen am morgen, forderten ihren Tribut und wollten in die Freiheit.

Der geneigte Leser möge sich erinnern, dass ich etwas von einem neuen Hausschlüssel weiter oben erwähnte, gell?!

Vermeintlich neuer Hausschlüssel, schloss aber keine einzige Türe auf! Und MeinBester ist nicht da, beim Onkel Doktor. Handy, wie praktisch im Status binladen.

Das Lächeln und die Frisur sitzt, die Blase drückt.

Husche mal ums Haus, vielleicht ist ja hinten die Terrassentüre zu öffnen. Fehlanzeige

Frisur sitzt immer noch, Blase drückt energischer.

Ah ja, das Kellerfenster, das war doch die letzte Notlösung, das klappte doch schon mal.

Jaha, das klappte mal, damals war ich aber 15 kg leichter und noch nicht so extravagant weiblich geformt wie heut zu tage

Madame proudly presents – 63 wundervoll verteilte Kilos

Diese gar wunderbar geformten Kilos wiesen mich aber erst bei den letzten noch durchs Kellerfenster zu pressenden  39 Kilos, darauf hin –

Mädel, deine Hüfte geht da nimmer durch ohne einen Beckenbruch zu riskieren.

Die Frisur spinnenwebverklebt, die Blase brüllt.

Kalt wirds langsam auch.

Ok, überleg, überleg. Was kannste noch tun? Der Hund, der Hund kann Türen öffnen, ach vergiss es, DeinBester hat garantiert die Türe abgeschlossen, damit Ette nicht wieder abhaut, machst Du ja auch. Aber vielleicht doch nicht?

Klopf, Klopf, Nuri mein Engel, mein Mädchen, na komm mal her, ja feines Mädchen.

Hocherfreut sah ich durch die Haustürscheibe mein treues Mädchen schwanzwedelnd herantänzeln.

Yes, Du bist mein Mädchen, meine Rettung, oh mann ich kann fast nicht mehr einhalten und jetzt meldet sich die Endphase des Verdauungstrakts auch noch an.

Na komm schon Nuri, komm mal hier hoch und geh auf die Klinke.

Hund schaut mich an, wedelt, macht tatsächlich die erlösende Bewegung um die Klinke/Türe zu öffnen, hält mitten in der Bewegung inne, schaut mich wieder an und geht demonstrativ in eine traumhafte „Sitz“ Position.

Ja nee, is klar Frauchen. Ich weiß ganz genau, dass ich die Türe nicht öffnen darf. Dat is ja nu mal widder nur nen Test. Ich bleib sitzen, sonst bekomm ich wieder paar auf die Nuss. Du schauste Frauchen, was 🙂

Klutze und Blase brüllen im Duett, die Nachbarn schauen schon irritiert, was ich da so treibe.

So ne schhhhhh…………..ssse aber auch.

Ab wieder ins Auto, da kann ich mich wenigstens aufwärmen und diesen Harndrang eventuell noch etwas aussitzen.

Wie lange dauert so ein beschh…….Arzttermin. Himmel Ar…. und Zwirn. Nee, lieber nicht an Arsch & Co denken, animiert die Blase ja noch mehr und wieso zur Hölle laufen ausgerechnet jetzt auf allen Radiokanälen nur Musiktitel, deren Texte voll mit Wasser, Seen und  anderen Flüssigkeiten sind.

Und wieso ist es so kalt, wieso ist Winter, wieso sind noch keine Blätter – aaaaaaaarrrrrrrrrrrrgggggggggggggggggllllllllllll.

Umgeben von 1200m2 Wildwuchsgarten und trotzdem keine Möglichkeit, diskret irgendwohin zu pullern.

Wat gäb ich drum, nur für fünf Minuten Mann sein zu können.

Blase beruhigt sich etwas.

Schön und gut, aber selbst wenn mir jetzt noch ne Lösung einfallen würde, ich wäre nicht mehr in der Lage, aus dem Auto auszusteigen

…..Don’t go chasing waterfalls. Please stick to the rivers and the lakes that you’re used to….

trällert es aus dem Radio.

Da bekommt der Wutausbruch – ach schhh……ß drauf, ne ganz neue Bedeutung. Wirklich, ich schwör 😉

Es hilft alles nix, nur noch abwarten, Beine zusammenknoten, erlerntes Rehaatemprogramm für Streßsitutionen anwenden und den Gott nen lieben Mann sein lassen. Ja, ja, jetzt Mann sein…. ich wiederhole mich

Motor an, damits wieder etwas wärmer wird.

Eine viertel Stunde, halbe Stunde, eine Stunde.

Bei mir sitzt gar nix mehr, immer wieder verzweifelter Blick in den Rückspiegel, hoffentlich kommt der Männe endlich nach hause.

1 1/2 Stunden

Gefühlte 30 mal die Nachrichten gehört, ja Zypern, weiter so, ihr seid toll – aber sitzt mal mit berstender Blase und keine, ach lassen wir das.

Kreise meine Kopf, die Muskulatur krampft immer mehr und ich bekomme schon Halluzinationen!

Die Haustüre ist auf!

Hallus bei voller Blase, glaubt mir kein Mensch, siniere ich, reiß die Augen auf, die Haustüre ist auf, sie ist wirklich auf, Hundi liegt in Unterwerfungspose vor meiner Fahrertüre,

Ja ich weiß Frauchen ich soll nicht, aber wenn über 30 min der Motor läuft, da muß ich doch mal nachschauen?! Hä wieso kreischt und küsst und kreischt und rennt Frauchen jetzt so????????????

Wohliges, befreiendes Stöhnen erklang über den gesamten Ortsteil!

Ich hatte nicht bemerkt, dass das Toilettenfenster extrem weit geöffnet war.

Aber was solls. Shit happens 😉

Mich konnte danach nix mehr schocken, auch die Tatsache nicht, dass es bis zu sieben Monate dauern kann, bis ich eventuell mal Geld vom Amt sehen werde, meine mini Rentenversicherung  erst einmal kündigen und aufbrauchen muß

(die lustigerweise auch eine AU und BU Versicherung enthält,

aber von denen bekomme ich dann doch auch Geld, die kann ich doch nicht kündigen? Doch müssen Sie, sonst bekommen sie von uns nix)

selbstverständlich mich auch selbst krankenversichern muß, ja und dann sehen wir erst einmal weiter. Hat doch die ganze Zeit auch irgendwie geklappt 😉

Kinners, die nächste Reha ist mir bestimmt bald wieder sicher, aber Hauptsache

der Schlüpper ist sauber 😉

Aber davon erzähle ich ein ander Mal.

Read Full Post »

Fluchtweg

Wo, zur Hölle, find ich den passenden Beschleuniger, um aus dieser Sumpf- und Nebelspirale rauszukommen.

Read Full Post »

Wieder zurück…

… im wirklichen Leben!?

Wie im Flug vergingen acht Wochen Klinikaufenthalt und 2,5 Wochen Versuche der Akklimatisation. So ganz glückt es mir noch nicht und teilweise trauer ich auch der Abgeschirmtheit des Klinikums nach.

Rückblickend kann ich sagen, es war Wellness pur für die Seele und ein unheimlicher Luxus, ganz legal mal alle Verantwortung ablegen zu dürfen.

Die Arbeit an einem und mit einem selbst, fand ich unglaublich bereichernd und zugleich frustrierend.

Frustrierend – weil ich immer auf den großen AHA-Effekt wartete. Auf das Achso – so geht das und nun wird alles besser.

Aber der AHA-Effekt wollte einfach nicht kommen.

Verzweiflung pur, zeitweise kam ich mir wie ein Ritter der Tafelrund auf der Suche nach dem heiligen Gral vor.

Und ich fand und fand ihn nicht.

Ja wie denn auch, wenn ich ihn die ganze Zeit schon in der Hand habe !

Das fiel mir dann mal in Woche sechs auf.

Jetzt liegt es einfach nur noch an mir, meinen Gral wieder auf Hochglanz zu bringen.

Einfach – wie einfach doch gesagt und wie schwer umzusetzen.

Einiges muß sich dringend ändern, da hätten schon „Gesunde – nicht Ver-rückte“ ihre Probleme mit.

Ich soll das Tempo raus nehmen. Immer wieder hörte ich denselben Satz – Liebe Madame Klutze, gegen einen scharfen Verstand ist überhaupt nichts einzuwenden, aber wo bleibt ihr Gefühl. Vertrauen und beleben sie wieder ihr Gefühl! Ihr Kopf galoppiert die ganze Zeit, ihr Gefühl bleibt auf der Strecke.

Wie bitte schön soll das funktionieren, Tempo raus nehmen ???

Fast alles ist auf schneller, besser und noch schneller ausgerichtet. Mir wird schon schlecht wenn ich an den September denke. Da gehts doch schon wieder los, mit den ersten Weihnachtsartikeln. Im Oktober hab ich keine Chance mehr auf anständige Winterschuhe, da muß ich mir  schon Gedanken über die Frühlings- und Sommersandaletten machen.

Versucht mal im Dezember Skiklamotten zu kaufen. So ein Blödsinn – es geht im Sauseschritt der neusten Bikinimode entgegen, die ich übrigens dann auch mal wieder anziehen kann.

Klutze hat zugelegt, sensationelle 6,5 kg. Wie sollen die denn in so einem Sausetempo drauf bleiben 😦

Wie bremse ich die Welt um mich rum aus, denn eines haben wir, also meine Kliniktruppe festgestellt, eigentlich sind wir überhaupt nicht ver-rückt!

Die anderen sind es, die die immer alles schneller, noch besser, noch schneller und effizienter bis zum geht nicht mehr haben möchte.

Die die mit dem Finger auf uns zeigen, seht da sind die Durchgeknallten, die die nichts aushalten, es nicht packen, sich nicht zusammenreisen, einen auf krank machen.

Eines kann ich Euch Fingerzeiger sagen,

ihr konnt mich mal herzhaft am Allerwertesten !!!

Ich werde einen Teufel tun und mich nicht nochmal in so einen Sausesog reinziehen lassen!

Das ist es  nicht wert! Ich bin doch nicht verrückt 😉

So und jetzt wird erst mal gemütlich ein Fläschchen Rotwein begrüßt 🙂

Read Full Post »

Wochenende

Sodele, das erste Heimschlafwochenende 😉

Erste leichte Erfolge sind sichtbar, aber es gibt noch viel zu tun.

Tendiere immer mehr dazu, diesen Luxus anzunehmen, ja sogar zu genießen!!!

Würde gerne mehr dazu schreiben, aber momentan ist es, glaube ich, besser dies nur in meinem Kliniktagebuch zu tun 😉

Aber ich würde gerne meine Stimmungen in Musik ausdrücken.

Leider hat der Klinikadministrator etwas gegen y.ou.tub.e und ich kann die Clips nicht einfügen 😉

Ich liebe dieses Lied schon seit langem und momentan brüllt es regelrecht aus mir raus – TSCHAKA 🙂

Wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende 🙂

Read Full Post »

Tag 3,4,5…..

…ist mir egal.  Ich habe beschlossen, dass dies nicht mehr wichtig ist. Werde auch nicht mehr von Internetplatz zu Internetplatz hin und her wetzen und mich ärgern, dass der Service diese immer noch nicht ans laufen gebracht hat. Frau solls ja auch nicht mit dem Treppensteigen übertreiben 😉

Soweit gehts mir hier gut und ich kann sogar diverse Momente genießen. Therapietechnisch ist noch nicht volles Programm angesagt –  ja, ja ich soll ankommen.

Na von mir aus 😉

Das Wetter ist gut, man kann viel Zeit draußen verbringen, relaxen, feixen, beobachten,

die Leute interessant, um nicht zu sagen manchmal schon ganz großes Kino 🙂 bisher vermisse ich meinen Fernseher nicht wirklich und dass will was heißen 😉

Daher werde ich auch nicht viel über den momentanen Verlauf berichten, muß dass erst mal für mich so auf die Reihe bekommen, was teile ich mit und wem 😉

Ab 20.45 schließt die Krankenhauspforte und wir (Raucher) können dann nur noch über den Eingang der Notaufnahme ins Gebäude gelangen. Aber auch dort gibt es genügend Sitzplätze, die immer begehrter werden. Wo sonst erlebt man Situationen a la:

Kleines Auto fährt mit quietschenden Reifen vor.

Kollega stürmt aus Auto, hechtet zur Beifahrerseite und hilft anda Kollega aus da Fahrzeug.

Wir schauen schon erschrocken dort hin und befürchten schlimmstes.

Kollega läßt sich stöhnend aus dem Wagen hiefen und kann mit letzter Kraft noch sein Bein hinterherziehen.

Besorgte Pfleger eilen auch schon zur Hilfe..

…die schmeißen bestimmt gleich die OP Lampe an, sieht ja wirklich nicht gut aus, raune ich meiner Mitpatienten zu, sie nickt zustimmend, nö sieht wirklich nicht gut aus. Was hat Kollega denn bloß???

Der Sani sprach meine Gedanken laut aus und versuchte behutsam, die Bandagen vom Auafuß des stöhnenden Kollegas zu entfernen. Der andere Kollega tätschelte beruhigend den Rücken – wird schon widder, Alda, wird schon, escht du!

Was ist denn nun passiert??????? fragte der irritiert drein schauende Sani und wir verbogen uns auch schon langsam die Hälse, was hat er denn nu, wir sehn ja gar nichts 😉

Ey Alda, stöhnt Kollega, isch handa ne Zecke.

Also ich finde nicht, dass unser „Lach-Gebrüll“ taktlos war 🙂

aber wir konnten einfach nicht mehr, zogen es dann aber doch vor uns zu verziehen, als ein grinsender Arzt, den kreischenden Patientinnen androhte, ihre Medikamentierung zu überprüfen 😉

Wie gesagt, teilweise großes Kino hier!

Read Full Post »

Dienstag, Tag 2

Um 6.50 erstes Weckerklingel incl. erstes hau-mal-auf-die- Snoozetaste.

Aller guten Dinge sind drei und wie sollte es anders sein, Scheiße jetzt mußte dich aber beeilen.

7.30 Frühsport.

Nun ja, ist eigentlich kein Sport, sondern einmal gemeinschaftliches tigern um den Krankenhausblock.

8.00 Uhr – Frühstück – mind. 20 Minuten am Tisch sitzen bleiben.

8.45 Uhr Gruppenrunde – kurze Besprechung was am Tag los ist, wer an welchen freiwilligen Aktivitäten teilnehmen möchte, etc. pp.

9.30 Gruppentherapie endlich kommt Bewegung in die Sache 😉

12.00 Mittagessen

18.30 Abendessen

20.30 Lichttherapie

Dazwischen, viel lesen, viel schauen, viel mitlauschen, viel Treppen laufen, statt Fahrstuhlnutzung um zur Raucherinsel zu gelangen – aber eigentlich eine perfekte Mischung zwischen Suchtbefriedigung und Kampfansage an die Cellulite 😉

Keine Zeitverschwendung mehr – nein Urlaub ist angesagt.

Aber nächste Woche soll es dann richtig losgehen.

Read Full Post »

Montag, Tag 1

Fing schon mal gut an. Hab den Hintern wie immer, mal wieder nicht aus dem Bett bekommen. Wie denn auch. MeinBester und ich zauberten noch bis 02.30 Uhr. Der Koffer war noch nicht fertig gepackt, ich war extrem entspannt und mich beschlich langsam der Verdacht, dass ich mich drücken werde. Was du heute kannst besorgen, verschiebe getrost auf morgen.

Anstatt um 10.00, trudelte ich um 10.30 in der Klinik ein.

Kurzer Rundgang auf der Station, die kannte ich ja schon vom Erstgespräch, Einweisung, nochmaliges Gespräch mit Therapeutin und einer Stationsschwester. MeinBester war dabei und konnte einige verdrängte Sachen auffrischen.

Joh, dann stand ich da, wie bestellt und nicht abgeholt. Packte meine Sachen aus und harrte der Dinge, die nicht kamen. Ein Hallo hier, ein Hallo dort. Alle Mitpatienten haben anscheinend die Anordnung, jeden Neuling per Handschlag zu begrüßen, freundlich in die Augen zu schauen und sich vorzustellen.

Mittagessen, kurze Untersuchung, Kreislauf, Blutabnahme, kurzes Gespräch, wie groß, wie schwer, wieviel Alkohol-Zigarretten- und Drogenkonsum etc…. Sie erhalten dann nachher ihren Therapieplan.

Später war dann ca. 16.30 Uhr. Bis dahin, gähnende Langeweile.

Aber dann, dann kam endlich mein Therapieplan.

Hoffnungsvoll schaute ich auf mein kommendes Wochenprogramm und suchte und suchte und suchte.

Aber da war nicht viel. Eigentlich gar nichts.

Fassungslos schaute ich den Pfleger an und fragte was das soll, da steht ja so gut wie gar nichts drauf?!!

Das ist ganz  normal, versuchte er mich zu beruhigen, sie müssen erst mal ankommen!

Ja Du lieber Himmel, ich bin da, ich will anfangen und außerdem will ich hier keine sieben Wochen, wie viele andere bleiben!!!!

Was soll das. Eine Woche Verschwendung!

Ein dicker Klos bildete sich langsam in meinem Hals und ich wollte am liebsten heulen.

Das hab ich  mir aber anders vorgestellt. Ich habe keine Lust, hier nur abzuhängen und wie viele andere nur in Joggingklamotten rum zu spazieren.

Verzweiflung pur drohte sich auszubreiten. Bestes Hilfsmittel dagegen – schlafen!

Nach dem Abendessen fiel mir ein, dass ich irgendwo, irgendetwas über Lichttherapie gelesen hatten.

Kurzer Sprint zum Personalkabuff – klopf, klopf – sach mal, wo ist denn nochmal dat Sonnenzimmer?

Der Pfleger grinst und bringt mich ein Stockwerk höher.

Süßer, kleiner, gemütlicher Raum mit Sitzecken und einem bequemen Liegestuhl, der sich als ultrageiler Massagestuhl entpuppte 🙂

Klutze sank seufzend nieder, ließ sich von diesem riesigen Lichtmonitor bestrahlen und die ganzen 40 Minuten mit div. Massageprogrammen durchkneten.

Also gut, ich nehme einiges zurück und komm dann halt mal an.

Und ich werde mich hüten, interessierten Mitpatienten zu erzählen, warum ich nun doch sehr entspannt bin 😉

Read Full Post »

Older Posts »