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Willkommen zurück

Dies wollte ich mir eigentlich für den erfolgreichen Wiedereinstieg ins Leben nach der Reha aufsparen.

Einfach für die nun folgende Leichtigkeit des Seins, chachacha.

Es hat sich viel getan, es ist viel passiert.

Viele interessante, blogverdächtige Sprüche, Situationen von herzzerreissend bis sowas von saukomisch – alles für die neue Kategorie – Herzlich willkommen, im Hotel zur lockeren Schraube 😉

Aber bevor ich nur den Mund aufmachen konnte was ja bekanntlich sehr selten vorkommt 😉 brüllte mir der schnöde Alltag schon ein welcome back entgegen.

Hökscht motiviert, wer weis wie lange das noch anhält, begann ich meinen ersten Tag in Freiheit sprich zu hause, pünktlich um halb acht. Ein bißchen Rücken, ein bißchen Bauchbeinepo, der Kaffee lief, dat Hundi auch, nettes Telefonat und dann ab zum Sozialamt, den Rentenantrag abgeben. Alles mit der Ruhe.

MeinBester – Duhu, Dicke, ich hab deinen Hausschlüssel verloren, Ersatz liegt da und da.

Ich – Danke, grummel, grummel  fängt ja schon gut an

Greife mir den Schlüssel, Händiton gibt mir zu verstehen, dass es mehr als dringend an die Ladestation muß. Also dran damit, der Tag ist ja noch jung und lang.

Hinein ins Auto und oh Wunder, der große Junior hat sogar noch was im Tank gelassen.

Beim Amt angekommen, gibt mir die nette Dame zu verstehen, dass sie diesen Antrag leider nicht weiterleiten kann, da dies persönlich an der dafür vorgesehenen Abteilung passieren muß. Ok, aber ich hatte ja auch noch Fragen an sie. Wie gehts weiter, wann bekomme ich endlich mal Geld bzw. was noch viel wichtiger ist wann bin ich mal wieder krankenversichert.

Ihrerseits kamen Fragen und Bedenken, wieso die Arbeitslosengeld2abteilung nicht weiterbezahlt, denn die wäre in meinem Fall immer noch zuständig, das Sozi erst wenn Rententräger ablehnt.

Anruf  bei AlgII, nein ihr seid zuständig

Ist es nicht herrlich, mein Traum war es schon immer, sich wie ne Flipperkugel in Aktion zu fühlen, das einzige was mich stört, ich steh lieber am Flipper, als von irgendwelchen kleinen Schnäpperlis rumgeplingert zu werden.

Aber es machte sofort wieder pling, bitte sofort zum Renteträger, falls möglich heute noch, damit es auch wirklich in die Puschen kommt.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass bei diesem ganzen Schißlapleng auch rauskam, dass man mir schon am 28.11.2011 hätte mitteilen müssen, das ich vorsorglichen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente hätte stellen müssen. man ganz schön viele hättesundhattes

Aber wie gut, dass der PC meines damaligen Sachbearbeiters, immer wieder Einladungen auswarf, ich möge doch bitte am soundsondsovielten  erscheinen, damit man über meine berufliche Situation beraten könne. Als ich beim dritten Besuchstermin etwas hysterisch rumkreischte, hatte er es dann auch kapiert, dass ich mich die ganze Zeit schon in einer Arbeitstherapie befand u.a. aufgrund eines Gutachten des MKD Auftraggeber war u.a. auch das Arbeitsamt.

Ich schweife ab 😉  doch all dies führte zu meiner aktuellen Misere, aber ein Ende scheint nah.

Also nach Mittag ab zum Rentenamt, ein bißchen Zeit war auch noch übrig, zeit genug um nochmals nach hause zu fahren, den Hund zu versorgen, etwas aufzupimpen und gaaaaaaaaaaanz wichtig nochmals auf Toilette gehen. Die vier Tassen am morgen, forderten ihren Tribut und wollten in die Freiheit.

Der geneigte Leser möge sich erinnern, dass ich etwas von einem neuen Hausschlüssel weiter oben erwähnte, gell?!

Vermeintlich neuer Hausschlüssel, schloss aber keine einzige Türe auf! Und MeinBester ist nicht da, beim Onkel Doktor. Handy, wie praktisch im Status binladen.

Das Lächeln und die Frisur sitzt, die Blase drückt.

Husche mal ums Haus, vielleicht ist ja hinten die Terrassentüre zu öffnen. Fehlanzeige

Frisur sitzt immer noch, Blase drückt energischer.

Ah ja, das Kellerfenster, das war doch die letzte Notlösung, das klappte doch schon mal.

Jaha, das klappte mal, damals war ich aber 15 kg leichter und noch nicht so extravagant weiblich geformt wie heut zu tage

Madame proudly presents – 63 wundervoll verteilte Kilos

Diese gar wunderbar geformten Kilos wiesen mich aber erst bei den letzten noch durchs Kellerfenster zu pressenden  39 Kilos, darauf hin –

Mädel, deine Hüfte geht da nimmer durch ohne einen Beckenbruch zu riskieren.

Die Frisur spinnenwebverklebt, die Blase brüllt.

Kalt wirds langsam auch.

Ok, überleg, überleg. Was kannste noch tun? Der Hund, der Hund kann Türen öffnen, ach vergiss es, DeinBester hat garantiert die Türe abgeschlossen, damit Ette nicht wieder abhaut, machst Du ja auch. Aber vielleicht doch nicht?

Klopf, Klopf, Nuri mein Engel, mein Mädchen, na komm mal her, ja feines Mädchen.

Hocherfreut sah ich durch die Haustürscheibe mein treues Mädchen schwanzwedelnd herantänzeln.

Yes, Du bist mein Mädchen, meine Rettung, oh mann ich kann fast nicht mehr einhalten und jetzt meldet sich die Endphase des Verdauungstrakts auch noch an.

Na komm schon Nuri, komm mal hier hoch und geh auf die Klinke.

Hund schaut mich an, wedelt, macht tatsächlich die erlösende Bewegung um die Klinke/Türe zu öffnen, hält mitten in der Bewegung inne, schaut mich wieder an und geht demonstrativ in eine traumhafte „Sitz“ Position.

Ja nee, is klar Frauchen. Ich weiß ganz genau, dass ich die Türe nicht öffnen darf. Dat is ja nu mal widder nur nen Test. Ich bleib sitzen, sonst bekomm ich wieder paar auf die Nuss. Du schauste Frauchen, was 🙂

Klutze und Blase brüllen im Duett, die Nachbarn schauen schon irritiert, was ich da so treibe.

So ne schhhhhh…………..ssse aber auch.

Ab wieder ins Auto, da kann ich mich wenigstens aufwärmen und diesen Harndrang eventuell noch etwas aussitzen.

Wie lange dauert so ein beschh…….Arzttermin. Himmel Ar…. und Zwirn. Nee, lieber nicht an Arsch & Co denken, animiert die Blase ja noch mehr und wieso zur Hölle laufen ausgerechnet jetzt auf allen Radiokanälen nur Musiktitel, deren Texte voll mit Wasser, Seen und  anderen Flüssigkeiten sind.

Und wieso ist es so kalt, wieso ist Winter, wieso sind noch keine Blätter – aaaaaaaarrrrrrrrrrrrgggggggggggggggggllllllllllll.

Umgeben von 1200m2 Wildwuchsgarten und trotzdem keine Möglichkeit, diskret irgendwohin zu pullern.

Wat gäb ich drum, nur für fünf Minuten Mann sein zu können.

Blase beruhigt sich etwas.

Schön und gut, aber selbst wenn mir jetzt noch ne Lösung einfallen würde, ich wäre nicht mehr in der Lage, aus dem Auto auszusteigen

…..Don’t go chasing waterfalls. Please stick to the rivers and the lakes that you’re used to….

trällert es aus dem Radio.

Da bekommt der Wutausbruch – ach schhh……ß drauf, ne ganz neue Bedeutung. Wirklich, ich schwör 😉

Es hilft alles nix, nur noch abwarten, Beine zusammenknoten, erlerntes Rehaatemprogramm für Streßsitutionen anwenden und den Gott nen lieben Mann sein lassen. Ja, ja, jetzt Mann sein…. ich wiederhole mich

Motor an, damits wieder etwas wärmer wird.

Eine viertel Stunde, halbe Stunde, eine Stunde.

Bei mir sitzt gar nix mehr, immer wieder verzweifelter Blick in den Rückspiegel, hoffentlich kommt der Männe endlich nach hause.

1 1/2 Stunden

Gefühlte 30 mal die Nachrichten gehört, ja Zypern, weiter so, ihr seid toll – aber sitzt mal mit berstender Blase und keine, ach lassen wir das.

Kreise meine Kopf, die Muskulatur krampft immer mehr und ich bekomme schon Halluzinationen!

Die Haustüre ist auf!

Hallus bei voller Blase, glaubt mir kein Mensch, siniere ich, reiß die Augen auf, die Haustüre ist auf, sie ist wirklich auf, Hundi liegt in Unterwerfungspose vor meiner Fahrertüre,

Ja ich weiß Frauchen ich soll nicht, aber wenn über 30 min der Motor läuft, da muß ich doch mal nachschauen?! Hä wieso kreischt und küsst und kreischt und rennt Frauchen jetzt so????????????

Wohliges, befreiendes Stöhnen erklang über den gesamten Ortsteil!

Ich hatte nicht bemerkt, dass das Toilettenfenster extrem weit geöffnet war.

Aber was solls. Shit happens 😉

Mich konnte danach nix mehr schocken, auch die Tatsache nicht, dass es bis zu sieben Monate dauern kann, bis ich eventuell mal Geld vom Amt sehen werde, meine mini Rentenversicherung  erst einmal kündigen und aufbrauchen muß

(die lustigerweise auch eine AU und BU Versicherung enthält,

aber von denen bekomme ich dann doch auch Geld, die kann ich doch nicht kündigen? Doch müssen Sie, sonst bekommen sie von uns nix)

selbstverständlich mich auch selbst krankenversichern muß, ja und dann sehen wir erst einmal weiter. Hat doch die ganze Zeit auch irgendwie geklappt 😉

Kinners, die nächste Reha ist mir bestimmt bald wieder sicher, aber Hauptsache

der Schlüpper ist sauber 😉

Aber davon erzähle ich ein ander Mal.

Für diese Woche

schlägt der Mond folgendes vor :

Montag, hab ich ehrlich gesagt, bis auf das Schneiden der Haare, damit diese dichter wachsen, verpennt.

Also starten wir mit

Dienstag + Mittwoch:

positiv/vorteilhaft:

Idealer Zeitpunkt um eine Diät zu beginnen.

Sehr gute Verwertung von Salzen, bitte bei hohem Blutdruck darauf achten!

Für die Wohnung ist kurzes Lüften ausreichend, Fußböden trocken reinigen.

Zimmerpflanzen/blumen umttopfen

Stecklinge setzen

zum aufhübschen:

Haare waschen

Haare schneiden, werden dichter wachsen

Dauerwelle legen

und um das Wellnesspaket abzurunden, Heilkräuter anwenden, gerne auch als heilendes Bad.

Donnerstag bis Samstag Mittag:

positiv/vorteilhaft:

Reinigung von Holz-und Parkettböden, Fenster, Schuhe, Schimmelbefall

Maler- und Lackierarbeiten

Tiefenreinigung der Haut

Nagelpflege

Entspannende Massagen und anregende Bäder

Kräuter trocknen

Passende Zeit zur Entschlackung, z.B. mit Brennesseltee

Eingewachsene Nägel ziehen, Warzen und Hühneraugen entfernen

Zahnbehandlungen

Besonders gute Verwertung von Fetten

 

Samstagmittag bis einschl.Sonntag:

sehr praktisch 😉

nur das nötigste im Haushalt erledigen

Zimmerpflanzen gießen

guter Termin zur Stärkung des Immunsystems

Sitzbäder bei Unterleibsbeschwerden

Erhöhtes Wohlbefinden durch beruhigende Bäder

ausgiebige Nagelpflege

Heilkräuter, säen, ernten, trocknen

Salben und Kräuterkissen herstellen

Obacht:

gute Verwertung von Kohlenhydraten

In diesem Sinne eine schöne Woche

Madame im Mond

Seit Jahren habe ich einen Mondtaschenkalender. Dies ist so ein Abomamaweihnachtsgeschenk und ich möchte dieses nicht missen.

Leider beschränkte sich mein Handeln nach dem Mondkalender nur aufs pflanzengießen (relativ regelmäßig), Aussaat (mäßig) und rasenmähen.

Nun habe ich mir vorgenommen, dies einfach mal regelmäßig jeden Tag so weit möglich, auszuprobieren, was der Kalender so vorschlägt. Mal sehen, was so passiert 😉

 

Die Vorschläge fürs Wochenende :

Freitag und Samstag:

Zimmerpflanzen gießen (aber nicht düngen)

selbst backen, soll besonder gut gelingen

besonders gute Verwertung von Kohlenhydraten, aber obacht bei Allergien und Übergewicht 😉

Massagen kräftigen besonders

Heil- und Schönheitsbäder – Kräuter wirken besonders gut

Ebenso guter Termin um eingewachsene Nägel zu korrigieren

Und es wäre ein guter Zeitpunkt mit angenehmer Stimmung für ein Essen zu zweit.

Na dann, die Pflanzen wässern, ab in die Badewanne, die Kerzen an, die Kinder verbannen und mit dem Schatz einen schönen Abend genießen 🙂

 

Für Sonntag

Es ist Vollmond. Die Erde atmet aus, der Körper nimmt besonders stark auf, u.U. starke Unruhe und seelische Einflüsse.

Lenkt Euch ab, mit turbulenten Familienbesuchen, Feste, Oper oder anderen musikalischen Darbietungen.

Ebenso besonders erfolgreich und anregend, ein schönes Bad, für Haare waschen ein guter Termin, ebenso zum Haare schneiden. Sollen diese dichter nachwachsen, dann schnibbelt am Montag.

Sollte der Vollmond schlaflose Nächte bescheren, dann schimpft nicht, sondern taucht ein in die magischen Geschichten, Mythen und Legenden.

Ab Montag wird er dann schon wieder dünner 😉

Abwarten

Ich bin kein Freund von Veränderungen. Ich bin ein Gewohnheitstier!

Aber die letzten 2  3/4 Jahre waren voll Veränderung. Manche waren und sind gut, manche machen mir bis heute zu schaffen, sogar Angst.

Ich möchte ein offenes Gewohnheitstier sein, was eigentlich ja schon ein Widerspruch ist.

Entweder – oder, so lautet doch die Devise. Ich will mich aber nicht entscheiden. Ich möchte beides.

Gewohnheit kann auch feste Bahnen und Sicherheit bedeuten und das fehlt mir mittlerweile am meisten. Vor allem Sicherheit, wirtschaftliche Sicherheit. Ich meine jetzt nicht Geld im Überfluß, aber das ich zumindestens die notwendigsten Sachen bezahlen kann und versichert bin.

Tatsächlich sieht es anders aus und es ist sogar hier in Deutschland möglich, durch die Maschen des sozialen Netzes zu fallen.

Früher ist mir dies auch schon passiert, aber ich habe immer dagegen angekämpft, notfalls bei den Behörden auf dem Tisch getanzt, rumgeschrien und mein Recht eingefordert, auch auf die Gefahr hin, dass mir mehrfach angedroht wurde, dass man die Polizei rufen wurde, wenn ich nicht gehen würde. An diesem Punkt angelangt, entspannte ich mich, setzte mich wieder auf den Stuhl und antwortete „Ok, dann warten wir, bis die Polizei da ist“ Die Polizei kam nicht und ich verließ das Amt, Behörde, Schule etc. mit dem Bewilligungsbescheid 😉 Aber diese Kraft und Energie habe ich seit meinem Burnout nicht mehr. Sehe ich Büroräume, Formulare etc., bekomme ich Schweißausbrüche, Beklemmungen und Panikattacken. Alles andere als nützlich, wenn man Kriegstabledance machen muß.

Egal ob beim Jobcenter, Hartz IV oder Sozialamt, überall traf ich auf nette, engagierte, hilfsbereite Mitarbeiter, aber die Bearbeitungs- und Zuständigkeitsbereiche und deren Zeiten driften zum Teil extrem auseinander.

Ich warte immer noch auf den Bescheid des Rententrägers!

Ich bekomme zwar, voraussichtlich eine Rehamaßnahme, aber wie und wer meine private finanzielle Versorgung übernehmen soll, darüber wird noch gestritten.

Arbeitsamt kann nicht mehr, da ich keinen Anspruch auf Alg I mehr habe. Ok

Jobcenter/AlgII oder besser bekannt als Hartz IV darf nicht zahlen, da ich laut Gutachten noch keine drei Stunden am Tag arbeiten kann.

Sozialamt zahlt nicht, bevor der Rententräger den Antrag auf Erwerbsminderungsrente bearbeitet, angenommen oder abgelehnt hat.

Das heißt im Klartext, kein Geld und viel schlimmer keine Krankenversicherung.

Und die Krankenversicherung quengelt, ob ich nicht freiwillig den Beitrag zahlen könnte.

Selbst eine geringfügige Beschäftigung bringt mir nix, da nicht krankenversichert und siehe Sozialamt…..

Auf gut deutsch, es ist zum kotzen.

Gutgemeinte Ratschläge a lá, such Dir doch eine Beschäftigung, ein Hobby etc. sind auch zum kotzen.

Habt ihr mir nicht zugehört, ich kann kaum vom Ersparten die Stromrechnung zusammenkratzen, da kann ich doch nicht bei der VHS einen Kurs belegen, so gern ich dies auch tun würde und es gibt in diesem Semester sooooo viele tolle Kurse 😦

Es geht einfach nicht. Also wird mein zuhause zum Gefängnis, denn es darf mir nichts passieren, denn ich soll/muß abwarten, bis die Bescheide da sind, bis ich krankenversichert bin.

Wie soll man da gesund werden???

 

Kreativchaoswochenende

Irgendwie funktioniert das nicht, mit dem regelmäßigem Schreiben oder die Zeit rennt zu schnell dahin.

Oder es liegt an meinem obligatorischen Viertequartalblues, aber das ist eine andere Geschichte.

Wie ich ja schon vorher berichtete, war besagtes Kreativwochenende komplett und künstlerisch ausgebucht. Dachte ich !

Genügend Material war auch gefunden und eine ungefähre Figur schwebte mir vor Augen.

Ein Männeken, mit Gitarre und Locken – ein Rastafari – ein Marleybob sollte es werden.

Unsere Gruppe bestand aus vier Frauen und einem Mann . Alle höxt motiviert und lustig bei der Sache und die Hauptsache, alles blutige Anfänger. Dieser Freitagabend gehörte dem Kennenlernen, Einführung in die Sicherheitsvorkehrungen und die verschiedenen Möglichkeiten des Schweißens, der verschiedenen Schweißarten etc.

Wir durften uns am Schutzgas und an der Elektrode versuchen.

Ich erspare ausführliche Erklärungen, sondern ganz einfach nur soviel:

Schutzgas:

großer Kasten 

Elektro(den)schweißen:

kleiner Kasten  in die dicke schwarze Tülle wird dann die Elektrode – sieht aus, wie ne große Wunderkerze, reingeklemmt und los gehts.

Danke meiner äußerst ruhigen „Chirurgenhände“ liegt mir das E-schweißen noch nicht 😉

Und eine Schweißnaht einfach so, auf einem Blech zu ziehen, ist wider Erwarten gar nicht so schwer.

Wenn dann aber zwei unterschiedlich dicke Materialien aufeinander treffen und verbunden werden sollen, das ist schon ein ganz anderes Ding 😉

So verschob ich dann mal den Marleybob auf spätere Zeiten und blieb beim Männeken:

Weiter kam ich an diesem Wochenende leider nicht, aus den unterschiedlichsten Gründen u.a. –

große Frustration, dass es mit dem Schweißen nicht so klappt, als würde ich seit Jahren nix anderes machen

dass die depperten Drahtloks immer wieder abknickten

und ich immer wieder feststelle, dass ich ein Einzelkämpfer bin und es mittlerweile sehr gut nachvollziehen kann, warum manch ein Kreativer, ein großes Atelier hat.

Ich brauche Platz und anständiges Werkzeug. Dort war es eng und nur ein Schutzgasgerät.

Trotz allem gefiel es mir irgendwie und so freute ich mich auf die Samstagabendfortsetzung.

Große Verwunderung, dass sich alle mit einem – bis morgen früh dann – verabschiedeten.

Wie bis morgen früh, morgen abend!

Nö, samstag ist von 10-15.00 Uhr.

???????????????????????? im Programm stand doch jeweils von 18.30. -22.00 Uhr

Das geht aber nicht, da kann ich nicht, ich habe schmieden von 9-14.30 !!!

Dann holen wir das privat nach.

Cool.

Am nächsten Morgen stehe ich pünktlich kurz vor 9.00 vor der Schmiedehalle.

Dunkel!

Ähm, biste an der falschen Adresse, an der falschen Eingangstüre, geh mal rum.

Auch hinter dem Gebäude war nichts.

Als ich wieder vorne ankam, war da  noch ein Herr, der sich suchend umschaute.

Auch zum Schmiedekurs?

Ja, aber ich bin mir nicht sicher wo, ist alles dunkel und verlassen.

Gott sei dank hatte ich die Kontaktrufnummer dabei und ließ durchläuten.

Großes Entsetzen am Ende der Leitung, ob die v.h.s. uns nicht Bescheid gegeben hätte, der Kurs fiele aus.

Och nööööööööööööööööööööööööööö.

Das war dem Schmiedemeister mehr als unangenehm und versprach uns Wiedergutmachung.

Toll, 3/4 Stunde Anfahrt für die Katz, aber für mich war es nicht ganz so schlimm, ich konnte ja dann pünktlich zum Schweißen Teil 2 🙂

Für den anderen Schmiedeteilnehmer war es nicht ganz so toll, er hatte extra Urlaub genommen.

Und da ich nicht genug bekommen kann, hatte ich Anfang Oktober noch einen Skulpturenkurs.

Ich wollte aber keine Skulptur, sondern einen Feuerkorb machen, dickes, schweres Material, schön zu schweißen, da brennt so schnell kein Loch an der Schweißnaht durch 😉

     

Na dann!

Such Dir aus, was Dir gefällt!

Magische Worte, ganz ohne Gegenleistung. Hach welch ein Genuß, schwelg… Schade, dass diese Worte nicht im Künstlerfachmarkt kommen 😉

Also stöberte ich genußvoll das Herbstprogramm der Volkshochschule durch und wurde tatsächlich fündig.

Das nächste Wochenende ist pickepackevoll.

Von Freitag bis Samstag werde ich einen Skulpturen-Schweißkurs besuchen und da Klutze mal wieder nicht richtig aufgepasst hat, am samstag morgen noch einen Schmiedekurs.

Ick freu mir, wie bolle 🙂 auch wenn ich ein bißchen muffensausen habe, so mit den Funken, Feuer und Hitze.

Beim schmieden ist das Material dabei, aber für den Skulpturenkurs, soll man den Schrott selbst mitbringen.

Ist doch kein Problem, habe ja genügend Händler um die Ecke.

Händler Nr. 1

Och tut mir leid, Kleines, hab den Container gerade weggebracht

Händler Nr. 2

Isch hann ka zig   ähm ja, dann halt nicht

Händler Nr. 3

Bin gerade auf’m Sprung in den Urlaub   Auswahl nicht ergiebig, aber zwei, drei Kleinigkeiten gefunden

Händler Nr. 4

Geschlossen  Ok, es war 18.00 Uhr

Also heute mittag nochmals auf zu Händler Nr.4.

Der Chef wurde mir als etwas mürrisch und unfreundlich beschrieben, ich sollte mich lieber an den Mitarbeiter, groß und Glatze halten. Der wäre sehr nett und würde gute Preise machen.

Leider fand ich den Großen nicht und wurde von einem anderen Angestellten an den Chef verwiesen, der schaute mich auch schon wie beschrieben mürrisch an und meinte ich solle hinten auf dem Haufen mal schauen.

Gesagt, getan stiefelte ich zu beschriebenen Haufen und war sehr erleichtert, dass ich mir vorausschauend meine Sicherheitsschuhe angezogen hatte. Leider hatte ich nur einen Handschuh dabei, keine Ahnung wo der zweite wieder rumfliegt.

Etwas mulmig kraxelte ich auf den verschiedenen Schrottbergen rum, Metall kann doch sehr scharf, seeehr schwer und sehr rostig sein. Spontan fiel mir ein, dass ich eventuell beim Arzt mal nachfragen sollte, wann meine letzte Tetanusimpfung war. Klar ich könnte auch im Pass nachschauen, aber der fällt ebenfalls unter die Kategorie – siehe fehlender Handschuh 😉

Auf jeden Fall wurde ich einigermaßen fündig, der Chef grinste sich einen und ich fuhr zur Kasse. Da kam mir auch schon der Große entgegen und ich rief ihm erleichtert ein – kann ich bei Ihnen Zahlemannundsöhne machen? entgegen.

Der Große nickt mit dem Kopf, geht ein paar Schritte mit mir weiter, sein Telefon klingelt, nimmt an, nickt mit dem Kopf und wünscht mir ein schönes Wochenende.

War das Ihr Chef?

Jupp!

Coole Sache, herzlichen Dank, bis bestimmt nächste Woche 🙂

Einfach nur frustig

Seit Wochen sitze ich nun zu hause und warte händeringend darauf, dass der Rententräger mal in die Puschen kommt.

Aber die haben anscheinend sehr viel Zeit. Was für die nur ein paar Wochen sind, sind für mich Monate, Monate des Rückschlags. Seit über zwei Jahren versuche ich jetzt die Folgen meines Bournouts in den Griff zu bekommen.

Mir wurde auch immer bewußter, dass dies einfach Zeit braucht, Zeit die ich nach einem Jahr dann auch gewillt war, mir zu geben, mir zu nehmen, teilweise sogar genoß.

Es ist eine interessante Zeit, viele Tiefs, einige Hochs.

Wobei die Hochs, den Nachteil haben, dass man diese gerne übersieht, wegwischt, nicht annehmen möchte oder kann, denn dies war vor dem Zusammenbruch doch ganz normal – eben gesellschaftlich akzeptierte und geforderte DIN-Norm.

Während der neun Wochen Klinikaufenthalt, versuchte man uns einzutrichtern, dass eben diese DIN-Norm nicht normal ist, das sie krank macht.

100% immer da sein, immer geben, immer machen etc. ist nicht normal! Auch wenn das Umfeld dies  meint.

100% ist das Limit, Wenn ein Gefäß voll ist, dann ist es voll, es hat seine 100%, der Motor hat sein Limit erreicht, eben 100%.

Voll ist voll, fertig! Auch wenn manch ein Chef meint, dass es einfach zur vollsten Zufriedenheit sein muß 😉

Natürlich gibt es Möglichkeiten, kurzfristig über die 100% zu kommen, aber auch nur dann, wenn es unbedingt sein muß, wie in Notfällen, aber wie gesagt, nur kurzfristig.

Lange haderte ich mit mir. Es ging einfach nicht voran, ich konnte keinen Schlußstrich ziehen und neu und anders anfangen. Egal was ich machte, es ging einfach nicht. Ein Schritt vor – zwei zurück. Gar nicht förderlich für Depressionen.

Nach einigen Kämpfen mit der Krankenkasse, konnte ich im Januar mit einer Arbeitstherapie anfangen. Ab da gings langsam aufwärts.

Anstatt hinter einem Schreibtisch zu sitzen, war ich dort in der Gartenabteilung tätig.

Wetter hin, Regen her, -15 Grad, was solls. Es wurde Holz gefällt, gespalten, gestapelt, gehäckselt, vier Schafe mußten versorgt sein, das Frühjahr kam, die ersten Beete vorbereitet, Unkraut gejähtet, die ersten Blumen gesetzt, Rasen gemäht und vieles mehr.

Ich ging auf wie ein Primelchen 🙂

Sinn und Zweck der Therapie, betreut wieder den Weg zurück in den Arbeitsalltag zu finden, Hoffnung zu schöpfen, dass man wieder was machen kann, was wert ist. Gefördert wird dies in Kombinationen mit verschiedenen Praktika in verschiedenen Firmen. Diese Firmen wissen über einen Bescheid und man muß nichts kaschieren. Viele Patienten haben so, ihren künftigen Arbeitsplatz gefunden. Einige Firmen rufen sogar expliziet bei der Therapiestelle an und fragen nach, ob nicht eventuell ein potentieller Kandidat da wäre, erst Praktikum, mit Aussicht auf eine feste Stelle.

So ging ich mit der Hoffnung schwanger, dass ich bis Ende des Jahres vielleicht auch etwas gefunden habe.

ABER, seit Juni warte ich auf eine Antwort des Rententrägers, wie es mit meiner beruflichen Wiedereingliederung aussieht.

Alle Unterlagen liegen vor, aber ich habe bis jetzt nur, Ende Juli ein Schreiben erhalten, dass der Vorgang bearbeitet wird.

Mal abgesehen davon, dass mir die Therapie mehr als fehlt, dass diverse Einbrüche unvermeidlich sind, wird die finanzielle Lage immer bedrohlicher,

Krankengeld – vorbei, Arbeitslosengeld – läuft bald aus, na und dann heißt es Harz und alle Ersparnisse, die für später gedacht waren sind dann auch futsch, selbst wenn nicht, ich kann die Sparsummen dann gar nicht mehr bezahlen.

Und schwubs, ist das Thema Altersarmut ganz nah für mich, ebenso die Kotzattacken, wenn manch ein Politiker meint, die Jungen sollen halt früh anfangen zu sparen und nicht in den Tag hineinleben.

Wie soll man sparen, wenn man eh nicht weiß, wie man bis zum Monatsende klarkommt?

Ich habe ja noch Glück, dass MeinBester mich in allen Belangen unterstützt, aber was machen die, die niemanden haben, der helfen kann?