und schon sind wieder fast drei Wochen vorbei.
Zwei Wochen waren davon, wunderbarer kinderloser erholsamer Urlaub.
Die Panikattacken wegen ca. 18 kg Übergepäck, welches u.U. sehr teuer hätte werden können
lösten sich in Wohlgefallen auf
Zwar schauten die beiden Männer beim durchscannen unseres Tauchgepäcks etwas irritiert,
aber ich bin mir sicher, ich hätte ihnen durchaus plausibel erklären können, warum sich außer Tauchanzügen, Brillen, Schnorchel und Flossen,
auch noch “Trainings”hosen, Sweat- u. T-Shirts, Socken, Unterhosen, Strickjacken und Handtücher darin befanden
Ein bißchen Bauchkribbeln blieb jedoch, da ich meinen Papa, nach über 2 Jahren, das erste Mal wieder sehen und dann noch 2 Wochen in seinem wie sich rausstellte wunderschönen Urlaubsdomizil verbringen durfte.
Mein Bester war auch etwas nervös, da es für ihn der erste Urlaub in einem arabischen Land sein würde und er, das erste Mal für einen längeren Zeitraum auch mit meinem Herrn Papa zusammentreffen wird.
Man kannte sich nur von sporadischen Ein-Tages-Treffen wenn Papa mal in Deutschand war und hatte daher nie die Möglichkeit, sich mal genau abzutasten und kennenzulernen.
Mein Bester erhielt zwar vor dem Urlaub noch einen kurzen Crashkurs von mir ich war schon sehr oft in Ägypten, hatte dort auch über 3 Monate gelebt, daher sind mir div. Gepflogenheiten und Eigenarten der Einwohner vertrauter und Tunesien wird nicht viel anders sein, aber wie von mir erwartet, waren die beiden ersten Tage vor Ort, für Meinen Besten, doch ein kleiner Kulturschock
Er hatte nur zwei Möglichkeiten,
entweder er denkt und lebt weiterhin “deutsch”
oder er läßt sich einfach auf das Abenteuer “arabisch” ein,
einfach fließen lassen, immer schön nach dem LebensMotto “In šā’ Allah”
Und wie er dahin floß
Erstaunlich wie jemand, der eigentlich niiiieee in ein arabisches Land wollte und niemals französich lernen wollte, weil sich das so juppimäßig anhört,
wie so jemand ganz schnell bemüht ist, zwei Sprachen in einer Woche zu lernen
Erstaunlich und wunderschön ist es ebenso,
wenn sich ein dickes Grinsen auf den Gesichtern von Einheimischen breitmachte,
die Augen strahlten, wenn sie aufmerksam versuchten, unser Kauderwelsch aus Schulfranzösisch und seit 13 Jahren brachliegenden Arabischkenntnissen, zu verstehen.
Aber alles ist möglich, in šā’ Allah !!!
Unser Gästezimmer, stellte sich als Gästewohnung 5 Sterne Deluxe heraus und unsere Gastgeber Papa und seine Frau kümmerten sich hervorragend um uns.
Ein absoluter Genuß für uns, war das Sit-In auf unserer kleinen Terrasse

und bei diesem Ambiente ist das, glaube ich, auch nicht wirklich verwunderlich.
Daher zog es uns auch immer wieder sehr schnell vom Strand und diversen Hotelbars in diese Oase zurück, denn es erwarteten uns auch die anderen Gastgeber dort
wie z.B. :
und einigen mehr.
Erholung und Spaß auf der ganzen Linie, Mein Bester erlernte das Windsurfen, selbst mein Papa versuchte es nach Jahren mal wieder trotz kaputten Schultern, das Kennenlernen zwischen den beiden “Männern” lief meiner Meinung auch hervorragend wie sonst läßt sich das nächtliche wirlaufenjetztmalnichtmehrganznüchternarminarm durch den Garten und bestrullern in trauter Zweisamkeit die Palmen, erklären ???
Und was machten wir Frauen?
Wir träumten von einem netten Bediensteten, der uns jeden Tag freundlich mit den Worten erinnerte:
Madame, es ist schon nach 11.00 Uhr. Zeit für die erste Weinschorle, entspannen Sie sich!!!
Nun ja, den Bediensteten gab es nicht ;), aber die Weinschorle schon - Carpe diem
Ich gehöre ja eher zu der Gattung Hundemensch, aber einen Kater schloß ich doch ganz besonders ins Herz und er mich anscheinend auch in seins.
Laut Papa sitzt er immer wieder auf den Stühlen unserer Terrasse nach unserer Abreise und wartet.
Lieber Felix, ich komme bestimmt bald wieder und dann können wir weiter, an der Desensibilisierung meiner Katzenallergie arbeiten
